Funkscheine

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) übt die hoheitlichen Rechte in der Verwaltung der Seefunkfrequenzen in Deutschland und der Zuteilung von Rufzeichen aus. Die Prüfungen für den Seefunkdienst wurden zum Teil in die Hände der Segelsportverbände gelegt. In Deutschland gibt es derzeit folgende Funkbetriebszeugnisse mit folgenden Gültigkeitsbereichen: Die Seefunkzeugnisse GOC, ROC, LRC und SRC berechtigen zur Teilnahme am weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) inklusive der Nutzung eines DSC-Controllers. Die beiden beschränkt gültigen Seefunkzeugnisse ROC und SRC gelten nur für UKW-Funk. Damit ist die Reichweite bei einem Digitalruf auf etwa 60 sm und bei Sprechfunk auf etwa 30 sm begrenzt. Mit GOC oder LRC ist über Grenz- und Kurzwelle und Satellit weltweiter Funkverkehr möglich. Nicht eingeschränkt wird die Nutzung von Navtex und satellitengestützten Seenotfunkbaken (EPIRB). Ist eine Yacht mit einer UKW-DSC-Anlage ausgestattet, muss der Schiffsführer mindestens das SRC (Short Range Certificate) besitzen. Ist die Yacht mit einer GMDSS-Grenzwellen-, -Kurzwellen oder -Satellitenanlage ausgerüstet, muss der Schiffsführer mindestens über das LRC (Long Range Certificate) verfügen. Der Nichtbesitz eines passenden Funkbetriebszeugnisses wird seit dem 1. Januar 2010 als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet.

Quelle: Wikipedia

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